Die Umsetzung des Wildniskonzeptes

Umsetzung des Wildniskonzeptes

Die Wälder des 523 Hektar umfassenden Wildnisgebietes des VVS werden auf Dauer forstlich nicht bewirtschaftet und werden der natürlichen Dynamik überlassen. Dies trifft auf die ca. 460 Hektar standortgerechten alten Buchen- und Eichenwälder sofort zu. Hier bleiben die Bäume trotz ökonomischer Nachteile nicht bis zur Hiebreife (nach ca. 120 Jahren) stehen sondern durchleben den gesamten Regenerationszyklus, z.B. eines Buchenwaldes, d. h. die Zeit, in der eine Buche heranwächst, Früchte trägt, altert, stirbt und vergeht, dauert bis rund 300 Jahre. Altholzbestände mit höheren Totholzanteilen sind die Grundlage für die Erhöhung der Artenvielfalt.

Totholzstam am Nonnenstromberg_Klaus Breuer

Innerhalb des VVS-und Staatsforst-Wildnisgebietes werden die abgestorbenen Fichten mit Ausnahme in Wegesnähe (Hintergrund Gefährdungspotential durch umstürzende Fichtengerippe in Folge von Stammfäulen) nicht entfernt. Hier soll sich unter den abgestorbenen Fichten zunächst ein Pionierwald aus Birken und Weiden natürlich entwickeln. Unter dem Schutz dieser Pioniergehölze entwickeln sich dann im Laufe von Jahrzehnten Halbschattbaumarten Bergahorn, Vogelkirsche und Esche sowie Schattbaumarten wie die Buche, Hainbuche. (S.Sch.)

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