VVS aktiv im Naturpark

Was war ab November 2019

Auch der VVS-Wald ist von der Borkenkäferkalamität nicht verschont geblieben. In verschiedenen Beständen mussten die betroffenen Fichten ganz oder zu einem großen Teil entnommen werden. Zur Aufforstung dieser Flächen wurden im Zeitraum von November2019 bis Februar 2020 an sechs Tagen insgesamt 5.000 Laubbäume auf drei verschiedenen Arealen des VVS-Wirtschaftswaldes gepflanzt.

Finanziert wurden die Bäume über Spenden. U.a. hat die Fa. RHI Magnesita GmbH eine großzügige Spende geleistet, und ein Spendenaufruf der Christlich Demokratischen Union (CDU) Königswinter erbrachte auch einen mittleren vierstelligen Betrag. Darüber hinaus wurden uns viele weitere zweckgebundene Spenden anvertraut, so dass wir für den Ankauf von Pflanzen über 10.000 € zur Verfügung hatten.

Wir haben es geschafft, alle bisher gekauften Bäume in ehrenamtlicher Arbeit zu pflanzen! Den Anfang machten die Mitarbeiter von zwei Abteilungen der Deutschen Post/DHL, die am 5. November 2019 mit 35 Mitarbeitern 1.250 Bäumchen in die Erde gebracht haben.

Es folgte die schon erwähnte Fa. RHI Magnesita GmbH, die mit ca. 60 Mitarbeitern die Arbeit fortführte. Den Staffelstab aufgenommen haben dann Anwohner des Siebengebirges und Ehrenamtler des VVS. Letztere verbringen als ‚Überzeugungstäter‘ immer wieder ihre Freizeit bei Arbeitseinsätzen zum Wohle des Siebengebirges im Wald. Vorläufiger Schluss war am 1. Februar 2020, bei dem 25 Ehrenamtler, unterstützt von Mitgliedern des Deutschen Alpenvereins/Sektion Siegburg, die letzten 660 Bäume bei strömendem Regen aber bester Laune gepflanzt haben. Zum Aufwärmen gab es am Schluss einen Grünkohl-eintopf, der nach dem Sauwettereinsatz Seele und Körper gut tat.

Eine weiterhin schön gelugene Pflanzaktion fand mit Schülern und Schülerinnen des CJD-Gymnsiums am 04.03.2020 bei ausnahmsweise schönem Wetter statt. Auf Initiative einer Biologielehrerin des CjD hatten die Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit dem VVS und einigen ehrenamtlichen Helfern, u.a. auch dem Förster Marc Redemann, die Möglichkeit, Obstbäume zu pflanzen, die sie eigens mit Pfählen in die Erde bringen und befestigen mussten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

In der Nacht vom 9. auf den 10. Februar 2020 zog die ‚stürmische Sabine‘ über das Siebengebirge hinweg; auch die beiden folgenden Tage waren noch sehr windig. Dieses Sturmereignis bescherte auch dem VVS wieder eine Reihe von Windwürfen. In der Mehrzahl waren es durch eine Krankheit geschwächte Eschen. Aber auch einige kerngesunde und stattliche Buchen und Eichen in windexponierten Lagen konnten der Last nicht standhalten und stürzten um. Bis zum Freitag der letzten Woche waren wir damit beschäftigt, Wirtschafts- und Wanderwege freizuschneiden. Einen interessanten Fund machten wir im Hohlraum eines in ca. 4 Metern Höhe abgebrochenen Baumes: ein Wildbienenstock. Leider waren die Tiere tot, aber Teile der Waben hatten den Sturz überstanden und eine Wabe werden Sie demnächst in unserer Ausstellung bewundern können. Ach ja: Wir haben den Honig probiert; nur das Wachs der Waben hat den Geschmack etwas beeinträchtigt.

Was in Kürze ansteht:

Die Verkehrssicherung hat in einer Zeit, in der viele das Wort ‚Restrisiko‘ genauso locker wie unbedacht im Munde führen, an Bedeutung gewonnen. Wer aufmerksam die L331 zwischen der Margarethenhöhe und dem Gut Wintermühlenhof befährt, wird bemerkt haben, dass eine Reihe von Bäumen Markierungen tragen. Herr Redemann, der unseren Wald betreuende Förster des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft (RFA-RSE), hat die Bestockung entlang der L331 auf den Flurstücken des VVS in mühevoller Arbeit bewertet und alle Bäume markiert, die im verkehrssicherungstechnischen Sinn als nicht mehr ‚sicher‘ eingestuft werden müssen. Unter der Leitung des RFA-RSE wurde deshalb am Wochenende 29. Februar/1. März 2020 eine konzertierte Maßnahme durchgeführt, an der sich auch Straßen NRW und die Gut Wintermühlenhof GbR, die ebenfalls über nennenswerte straßennahe Flurstückabschnitte verfügt, beteiligen werden. Die Arbeiten konnten nich abschließend durchgeführt werden und werden am Wochenende 07./08.03.2020 fortgesetzt. Da Fällbagger und Großhächsler zum Einsatz kommen werden, wird die Straße L 331 von Samstagmorgen 8.00 Uhr bis Sonntagabend 18.00 Uhr von der Kreuzung auf der Margarethenhöhe bis zum Kutschenweg (Hirschburg-/Drachenfelsauffahrt) für den Verkehr gesperrt; lediglich Linienbussen wird die Durchfahrt gewährt. Die Arbeiten beginnen im Bereich des Gutes Wintermühlenhof, um die Sperrung möglichst schnell bis zur Petersbergauffahrt zurücknehmen zu können.

In der zweiten Märzhälfte ist von Herrn Redemann nochmals eine größere Baumpflanzaktion geplant. Beginnend mit einer Pflanzung mit den Pänz eines Kindergartens soll eine noch nicht bepflanzte Kahlschlagfläche südlich von Heisterbacherrott aufgeforstet werden. Spenden zur Finanzierung sind dazu angekündigt. Der Skiclub Bad Honnef hat mit seinen Mitgliedern die Teilnahme an der Pflanzaktion zugesagt. (GM)

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