Der Baum des Jahres 2026 ist auch im Siebengebirge weit verbreitet
Das Kuratorium der „Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz -Stiftung“ hat die Zitterpappel zum Baum des Jahres 2026 ausgerufen. Sie ist eine weit verbreitete und ökologisch äußerst wertvolle Baumart, die auch im VVS-Wald an vielen Stellen vorkommt. Bei der Zitterpappel, auch bekannt als Espe, handelt es sich um eine sogenannte Pionierbaumart, die sich schnell von Natur aus neben Birken auf Kahlflächen im Wald verbreitet, wie z. B. auf den abgestorbenen Fichtenflächen in Folge der Trockenjahre und Borkenkäferkalamität. Zudem bietet die Zitterpappel einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Insekten- und Vogelarten.
Die Espe ist zweihäusig, das heißt, es gibt männliche und weibliche Bäume. Die Blütezeit liegt im März/April und damit noch vor Laubausbruch. Die männlichen Blüten erscheinen als längliche hängende Kätzchen, die weiblichen Blüten sind eher unscheinbar grün. Nach der Befruchtung entstehen längliche Kapselfrüchte, die feine, watteartige Samen enthalten, welche durch den Wind weit verbreitet werden.
Der Name Zitterpappel kommt daher, dass die Blätter bereits bei leichtem Wind am Baum wie zitternd erscheinen. Der seitlich stark abgeflachte Blattstiel wirkt dabei wie ein Gelenk.
Bild: Blätter der Zitterpappel – Baum des Jahres 2026 (Bildautor: h. R. Müller, Quelle: Baum des Jahres)




