WDR-Kinderreporter zu Besuch im VVS-Wald

Kürzlich waren die WDR-Kinderreporter zu Besuch beim VVS, um sich über den Wald und die Natur im Siebengebirge zu informieren und mitzuhelfen, sie zu pflegen und zu erhalten.
Nach einem kurzen Rundgang durch die Naturparkausstellung im Forsthaus Lohrberg – dort wurde die die interessante Geschichte über die Rettung des Siebengebirges vor den gierigen Steinbruchbetreibern im 19. Jahrhundert kennengelernt – ging es mit dem Förster Jan Wienströer in den Wald. Zunächst wurde in einem Fichtenwald erklärt, warum dieser Wald eher ein dunkler Forst ist, der ausschließlich der Produktion von Holz dient. Der Waldboden ist dunkel, mit Nadelstreu bedeckt, ohne Kräuter und Sträucher. Dieser „Wald von gestern“ entspricht aber nicht mehr den heutigen Maßstäben eines naturnah gestuften Mischwaldes.
Ein solcher Waldbestand wurde als nächstes Ziel am Lohrberg aufgesucht. Hier lernten die Kinder die verschiedenen heimischen Laubbaumarten wie Eiche, Buche , Ahorn und Wildkirsche kennen. Dieser Boden ist grün mit Kräutern, Stauden und vielen kleinen Bäumen, der sog. Naturverjüngung. An den alten Bäumen waren Spechthöhlen zu erkennen, und an einer abgestorbenen Buche konnte man sehen, wie Insekten und Pilze das sog. Totholz als Lebensraum nutzen. Zufällig entdeckte der Förster dort einen Balkenschröter, die zweitgrößte Hirschkäferart unserer Fauna, der die Kinder sehr beeindruckte. „Das ist ein richtiger Urwald!“, so das Fazit eines kleinen Reporters.
Die dritte Station der Reportertour bildete eine junge Anpflanzung auf einer Fläche, auf der bis zum Jahr 2020 noch ein dichter Fichtenwald stand. Dieser war durch Borkenkäferbefall abgestorben. Die Fläche wurde mit jungen Laubbäumen wie Eiche, Kirsche und Hainbuche bepflanzt. Diese jungen Bäume sind allerdings durch den ebenfalls auf der Fläche vorkommenden Adlerfarn – einem stark wüchsigen Farn, der bis zu 3 m hoch wachen kann – gefährdet. Hier legten die Kinderreporter selbst Hand an und drückten den Farn, der die jungen Bäume zu überwuchern drohte, mit Holzstöcken nach unten. Eine schwere Arbeit, ohne die der junge Wald aber nicht wachsen kann.
Nach 2 Stunden zogen die Kinder am Forsthaus die Bilanz: „Die Reportage im und über den Wald war sehr spannend, informativ und hat viel Freude gemacht. Wir haben sehr viel dabei gelernt.“
Der Beitrag wurde in der Lokalzeit Bonn am 31.08. ausgestrahlt. Die gesamte Sendung ist über einen Zeitraum von 2 Jahren über die ARD-Mediathek abrufbar: Kinderreporter beim VVS.



