Wie entstehen Jahresringe bei unseren Bäumen?

Wenn Bäume altern, bekommen sie keine Falten, sondern Jahresringe. Deshalb kann man das tatsächliche Alter eines Baumes nur schwerlich an der äußeren Erscheinung des Baumes erkennen, sondern deutlich erst, wenn man ihn fällt und die Wachstums- oder Jahresringe sichtbar werden.

Jahresringe stehen für das Alter eines Baumes, verraten jedoch auch etwas über die spezifischen Umweltbedingungen, unter denen ein Baum gewachsen ist. So erzählen breite Ringe von guten Jahren mit optimalen Temperaturen und ausreichend Niederschlägen; schmale Ringe sind hingegen ein Zeichen für magere Zeiten, in denen es zu trocken, zu kalt oder der Schädlingsbefall groß war.

In unseren Breiten entstehen die Jahresringe durch das unterschiedliche Wachstum im Sommer und im Winter. Mit Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr wächst der Baum schnell und bildet das Frühholz aus, den meist heller gefärbten größeren teil eines Jahresringes. Zum Herbst hin verlangsamt sich das Wachstum und die schmalere dunkle Spätholzschicht entsteht, bis der Baum sein Wachstum einstellt.

Die helle und die dunkle Schicht bilden zusammen einen Jahresring.Ein weiterer Jahresring beginnt zu entstehen, wenn  im nächsten Frühling wieder größere Holzzellen gebildet werden, die an die kleinen aus dem letzten Herbst anschließen. An dieser Stelle ist die Grenze des Jahresrings als scharfer Übergang zu erkennen.

In der Mitte ist das Holz eines Baumes folglich am ältesten. Das jüngere Holz wird nach außen durch die Rinde geschützt.

Warum bekommen Tropenbäume keine Jahresringe?

In unseren Breiten steuern die Jahreszeiten die Wachstums- und Ruhephasen eines Baumes. In den tropischen Regenwäldern beiderseits des Äquators herrscht dagegen ganzjährig das gleiche Wetter, so dass die Wachstumsbedingungen dort das ganze Jahr über gleich und geradezu ideal sind. Deshalb bilden diese Bäume keine Jahresringe aus.

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