Obstwiesenpädagogik-Projekt für Schulklassen

Aktionstage im Siebengebirge für Schülerinnen und Schüler des CJD Gymnasiums
Obstwiesenpflegemaßnahmen mit der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis

Streuobstwiesen sind typische Merkmale für das Landschaftsbild im Siebengebirge. Sie bieten wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Seit 2016 bietet der Naturpark Siebengebirge gemeinsam mit der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis Schülerinnen und Schülern weiterführender Schulen der Region umweltpädagogische Aktionen zum Thema Streuobstwiese an, in denen die Jugendlichen sowohl theoretisch als auch mit praktischer Arbeit alles Wissenswerte rund um das komplexe Leben auf einer Streuobstwiese erfahren. Das 300.000 € teure Projekt ist gefördert durch den LVR Landschaftsverband Rheinland. Neben dem Naturpark Siebengebirge finden die Aktionstage auch im Naturpark Bergisches Land und im Naturpark Rheinland statt.

Unweit des Jugendhofs Rheinland in Königswinter haben 60 Schülerinnen und Schüler des CJD Gymnasiums Mitte Juni 2017 im Rahmen zweier Aktionstage des Projektes „Eine runde Sache – Obstwiesenpädagogik im Siebengebirge“ eine Streuobstwiese mit ihrer großen Artenvielfalt hautnah erleben dürfen. Dabei waren die Jugendlichen in 3 Gruppen eingeteilt, die im Rotationsprinzip die drei Module „Obstwiesenpflege“, „Honigbiene/ Wildbiene“ und „Ökologie der Wiese/ Wildkräuter“ durchlaufen haben.

Trotz großer Hitze – es waren bisher die beiden heißesten Tage des Jahres mit weit über 30 Grad – waren die Schüler mit Feuereifer dabei. Es wurden Schafe geschoren und Klauenpflege betrieben, Insektennisthilfen gebaut sowie Wildkräuterlimonade und –quark hergestellt. Angeleitet wurden die Module von Mitarbeitern der Biostation und zwei Biologinnen, mit denen der Naturpark Siebengebirge bereits seit Jahren erfolgreich zusammenarbeitet.

Besonders begeistert waren die Achtklässler von den Schafen und ihren Lämmern, die Schäfer Timm Freymann mitgebracht hatte. Am nächsten Tag durften die Jugendlichen unter Leitung von Stefan Lienemann, Mitarbeiter der Biostation, selber Obstbäume pflanzen. Mit vereinten Kräften wurde das Pflanzloch gegraben, in das dann der Baum gesetzt wurde. Zum Schutz vor den bald auf dieser Wiese weidenden Schafen, die sich über Leckerbissen wie die süßlich-saftige Rinde der jungen Bäumchen freuen würden, wurde anschließend ein Dreibock gesetzt und dieser mit Maschendrahtzaun ummantelt.

Um Honig- und Wildbiene, die wichtige Bestäubungsarbeit die sie auf Streuobstwiesen leisten und um die Kunst der Imkerei ging es im Modul von Biologin Christiane Guth, die mit jeweils 20 engagierten Schülerinnen und Schülern Insektennisthilfen baute. Auffällig war, dass viele Jugendliche an diesem Tag das erste Mal mit Säge, Bohrmaschine & Co. arbeiteten. Trotzdem bewiesen sie großes handwerkliches Geschick und befüllten die vorgefertigten Holzkästen mit Schilf und Bambus, bohrten Löcher in dicke Holzschreiben, die dann ebenfalls in die Kästen gestellt wurden. Zudem sicherten sie die Füllung vor Plünderung durch Vögel und andere Kleintiere, indem sie Kaninchendraht vor die Kästen spannten.

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Im dritten Modul lernten die Jugendlichen durch Biologin Petra Laux essbare Kräuter auf der Obstwiese kennen, erkennen und nutzen. Brennnessel, Spitz- und Breitwegerich, klebriges Labkraut und Schafgarbe waren nur einige der Wildkräuter, die anschließend in Eigenarbeit zu Kräuterlimonade und –quark verarbeitet wurden. Neu war für viele Schüler auch die heilende Wirkung vieler Wildkräuter.

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