Die Siegfriedkanzel am Drachenfels

Die meisten Besucher des Drachenfels ahnen nicht, dass es gar nicht so weit vom Drachenfelsplateau entfernt eine zauberhafte kleine Galerie am Felsen gibt, die nur wenigen Menschen Platz bietet, dafür aber noch spektakulärer ist – vor allem senkrecht in die Tiefe. Durch die Mauer, die das Drachenfelsplateau umgibt, führt nahe der Haltestelle der Drachenfelsbahn ein Durchgang zu einer schmalen Treppe nach unten; ein Wegweiser verweist auf den Rheinsteig. Folgt man diesem kleinen zugewachsenen Pfad, der eine steile Treppe hinabführt, so gelangt man zu einer kleinen Aussichtskanzel auf einem Felssporn.

Wenige kommen hier hin und der Blick aufs Rheintal und das südliche Siebengebirge ist ebenso pompös. Ob der Held Siegfried auch hier oben gesessen hat, das hat die Legende nicht überliefert, ebenso nicht, ob dies hier vielleicht die Stelle ist, an der Siegfried den Drachen Fafnir besiegte. Allerdings: der große Felsen direkt vor der Siegfriedkanzel in Richtung Rhein ist der Siegfriedfelsen und vor ihm in der Wand – nur von unten zu sehen – ist das Drachenloch, in dem einst der Drache hauste. Wir sind also hier ganz nah dran am Geschehen der Nibelungensage. Der Blick steil in die Tiefe herab fällt auf die Weinberge des Weingutes Pieper und auf den Ort Rhöndorf.  (SvL)

Weitere Beiträge:

Mitglied werden. Natur erleben.

Familienmitgliedschaft für 30 €/Jahr

Volles Programm – das ganze Jahr!

Wanderungen, Exkursionen, Vorträge!

Menü